Dresden wird bunt – Gegen Rechts

Mrz 27, 2012 von

Dresden wird bunt

Vergangenes soll nie vergessen und Geschehenes nie verdrängt werden. Die schmerzlichen Erinnerungen an das Bombardement von1945 in Dresden gibt jedes Jahr auf ein Neues den Neonazis Anlass dazu, um einen gewaltigen Aufmarsch zu organisieren. Angesichts der braunen Masse, die sich durch die Straßen drängen will und mit geschmacklosen Parolen und Gesten die Nazibewegung huldigen wollen, hat sich Dresden entschlossen, dem entgegen zu wirken. Wohl wissend, das Gewalt immer Gegengewalt erzeugt, rief man die Aktion „Dresden wird bunt“ ins Leben. Eine Anti-Nazi Aktion, die dem braunen Aufmarsch unterbinden soll, ohne dabei gewalttätig zu werden. Ein friedlicher Protest, der nicht nur an die Bürger Dresdens gerichtet war, sondern an die gesamte Republik ging.

Dresden wird bunt

© Marcus Pink / flickr

Gemeinsam gegen Rechts!

Dem Aufruf „Dresden wird bunt“ folgten selbstverständlich zahlreiche Politiker und Prominente. Der friedliche Gegenaufmarsch wurde unter anderem von Hans-Christian Ströbele und Claudia Roth von den Grünen und auch Konstantin Wecker unterstützt. „Dresden wird bunt“ gelang es tatsächlich, den Neonaziaufmarsch durch die Innenstadt zu verhindern. Tausende, friedliche Demonstranten blockierten die Zugänge zur Stadt und selbst die Polizei war machtlos, gegen so viel friedlichen Protest. So saßen die Rechten am Bahnhof fest, frustriert und verärgert darüber, dass ihr geplanter Aufmarsch, der nebenbei erwähnt der größte Europas werden sollte, sich nun in Luft aufgelöst hatte.

Gedenken der Opfer ging unter die Haut

Als Abschluss eines ereignisreichen Tages zeigten sich die Dresdner und all die anderen, die an der Aktion „Dresden wird bunt“ beteiligt waren noch einmal stark verbunden. Eine imposante Menschenkette von mehr als 15.000 Männern, Frauen und auch Kindern bildete sich entlang der Elbe und der Altstadt und man gedachte in einer Schweigeminute all den Opfern, die es an jenem schrecklich Tag vor 65 Jahren gegeben hatte. Gänsehaut. Dresden setzte damit ein klares Signal im Kampf gegen Rechts und möge es ein Beispiel dafür sein, dass man nicht mit verschlossenen Augen den Naziaufmarsch hinnehmen muss.